FESTIVAL-REVIEW // Drüben auf dem Hügel


Die jüngsten Nachrichten zeigen, dass es mittlerweile immer schwieriger wird ein Musik-Festival stattfinden zu lassen (siehe BootBooHook und Omas Teich-Absage…) Während bei anderen Festivals die Headliner den Reiz für die (potentiellen) Besucher ausmachen, ist es bei dem Drüben auf dem Hügel eindeutig die Liebenswürdigkeit, die von diesem Festival ausgeht. Veranstaltet wird es von Misch Masch Sounds aus Dresden, die sonst vor allem den Ostpol mit Bands befüttern. Unter den Gästen war auch unser Fotografenfreund Martin aka Toni Propeller, der diesmal bewegte Bilder eingefangen hat.

Das erste Drüben auf dem Hügel fand 2012 noch in Niederbobritzsch (zwischen Dresden und Freiberg) statt. Dieses Jahr hat es die Veranstalter auf das alte La Pampa-Gelände in Hagenwerder bei Görlitz verschlagen und ca. 500 Besucher folgten dem Ruf. Dabei waren die 2 Tage auf dem Gelände mehr Urlaub als alles andere. Es gab nur eine Bühne, welche erst ab Nachmittag bespielt wurde. Bis dahin versuchte jeder auf seine Art die Zeit rumzubringen. Die Einen lagen am See rum, erfrischten sich zwischendurch im Selbigen oder beschäftigten sich auf andere Art und Weise auf dem Zeltplatz. Dabei fühlte man sich zusammen mit den anderen Gästen immer als Gemeinschaft, welche das Glück haben, Teil etwas ganz besonderem zu sein.

Man hatte auch nie das Gefühl irgendwas zu verpassen bzw. ein schlechtes Gewissen haben zu müssen, weil man Band XY nicht gesehen hat – was aber nicht auf die Qualitäten der Bands zurückzuführen ist. Das Line Up war sowohl bunt als auch liebevoll ausgewählt und gerade zum Abend hin tanzbarer als noch im letzten Jahr. Das Publikum lies sich oft nicht lange bitten und feierte gut gelaunt und springwütig die Bands auf der Bühne. Mit dabei waren unter anderem Naked Lunch, The Mouse Folk, Paula i Karol als auch lokale Bands wie Claim oder Trains On Fire.

Alles in allem ein wundervolles kleines Festival, das verbindet. Das entstandene Filmchen schafft es, genau diese Stimmung des Wochenendes wiederzugeben – die Ruhe, die Menschen, die Musik, den Spaß, das Urlaubsfeeling. Das macht Lust drauf, nächstes Jahr selbst mal eine Band hinzuschicken bzw. als Gäste vorbeizuschauen.



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