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nachtrag 2 // was hat es gebracht? // jaara

ein paar tage sind vergangen. alle sind wieder angekommen. technik noch heile. auto hat gehalten. 3000 km. das einzige was wir unterwegs verloren haben ist ein handyladekabel. mein handyladekabel. naja.

was hat es gebracht?
nen haufen nette leute kennengelernt. auch mal stress gehabt. kaja in ljubljana kennengelernt, die uns gleich wieder für den sommer für ein openair eingeladen hat. mit skank in bratislava slowenischen birnenschnaps getrunken mit echter birne drin. wir freuen uns auf seinen besuch bei uns. rado in bratislava, der bald einen neuen club aufmacht und uns unbedingt dort spielen sehen will. musikaustausch. den durchgeknallten stizz in wien kennengelernt, die nette eva und ihr projekt lilyt. dem australier adrian in budapest auf der tasche gelegen, der uns sein kleines privathostel zur verfügung gestellt hat und den wir jeden abend bei bester laune in der bar getroffen haben. die nette 75-jährige nordirin, die sich 4 std baseball am stück reingezogen hat. frühstück auf nem tschechischen parkplatz, mafiöse slowenische polizisten, nen haufen bilder im kopf.


KLINKE AUF CINCH wird also zurückkehren
. andere analogsoulkünstler auch. leute werden herkommen. ich freu mich drauf.

morgen startet die JAARA tour. einige konzerte in deutschland, eine studiosession bei paul eidner in pforzheim und zwei konzerte in der schweiz. wir werden hier davon berichten.

westpaket mit feinster mohawe-röstung

neulich haben wir sie angekündigt, gestern ist sie gekommen: die 12″ mohawe ep von “Klinke auf Cinch”. clemens hat das freudige ereignis in bilder gebannt:

"Klinke auf Cinch" mohawe ep kurz nach dem schlüpfen

 

wer die platte auch gern auspacken und anhören möchte, kann diese bei disomania.com oder deejay.de ordern.

 

 

am 7. november ist release party in erfurt. das label playtracks lädt in die galerie “franz mehlhose”. eintritt gibt’s nur gegen einladung…ODER wenn man das analogsoul blog liest. wer den release der platte mit clemens, lutz, martin, ian und paula feiern will, kann bandleader cle per myspace eine message mit betreff “analogsoul blog” schicken und kommt auf die gäsetliste von erfurts party des monats november.

entscheidungsfindungsprozess noch nicht abgeschlossen? dann mal lauscher aufsperren, hier gibt’s den titeltrack zur mohawe-ep:


 

die jungs sind vor der release party übrigens in osteuropa unterwegs und entern einige steile locations von bratislava bis prag. DU KANNST IHNEN DABEI HELFEN: über betterplace sammeln “Klinke auf Cinch” noch unterstützung für ihre entdeckungsfahrt.

der burgherr im osten

warum zieht jemand aus london ins beschauliche thüringen?
zumal, wenn er als produzent, dj und sänger für electronica und nu jazz international gebucht wird. im fall von ian simmonds könnte man immerhin wikipedia befragen, denn ian gehört zu den wenigen menschen die ich kenne, über die ein wiki-eintrag existiert (na gut über das quietscheentchen gibt es auch einen).

klar – da erfährt man dann sachen über the sandals, jurymann & Co. – aber warum ian zwischenzeitlich auf einer burg im unstrutkreis gelebt hat und music city london gegen “stadt der wissenschaft 2008″ jena getauscht hat, steht da auch nicht: zum glück ist ein podcast von dradio kultur der sache im august mal nachgegangen. und ians vorliebe für ostdeutsche und abneigung gegen kalte winter will ich euch nicht vorenthalten:

 


ian mit "Klinke auf Cinch"

 

vom dasein als burgherr inspiriert hat die platte “the burgenland dubs” auch dementsprechenden erfolg. bei musik krause (jena) erschienen, wird das gute stück durchweg angetan rezensiert:

“Ian Simmonds ist ein musikalischer Brückenbaumeister von denen es all zu wenige gibt. Er versteht es die Essenz der “Worldmusic” in zeitlose Stücke zu verpacken, die pure Ehrlichkeit vermitteln [...] Simmonds taucht tiefer ab und verbindet dort unten traditionelle Instrumente mit elektronischer Klangkultur, das gestern mit heute bis in die Ewigkeit. Anspruchsvoll und doch leichtfüssig hören sich die dreizehn Stücke an.” – etforce

auch “the wendelstein variations”, deren titel direkt an ians burg-intermezzo angelegt sind, atmen die tiefe und dancefloor-tauglichkeit:
“To feel is more important than to understand, because he who feels learns to understand! With casual meticulousness and evoking atmosphere, between real songwriting and track analysis Ian has found new hope for the club culture. You just want to hug his bless-ed soul for his witching “head music”, which isn’t aimed at the editorials, but rather the searching out the wide and multifaceted dance floor depths.” – soulseduction

nachdem er mit einem 18-köpfigen improvisationsorchester im mai japan unsicher gemacht hat, geht es für ian in zwei wochen wieder auf tour. zusammen mit unserem live elektronica projekt “Klinke auf Cinch” aus jena und fabian von analogsoul geht es auf entdeckungsfahrt durch osteuropa. die beats von cle, lutzers turntables und martin als live trompeter klingen fantastisch! dachte so ungefähr auch ian, der seit einer zufälligen begegnung im proberaum im januar bandmitglied und gleichzeitig größter fan von “Klinke auf Cinch” ist.

damit die fünf ihre entdeckungsfahrt sorgenfrei betreiben können, haben sie ein projekt bei betterplace.org gegründet – wer helfen möchte diesen kulturellen austausch über electronica zu unterstützen, kann das hier tun.

in den wilden osten…

leipzig war vor 20 jahren der ausgangspunkt der friedlichen revolution in der ddr. mit dem westlichsten der sozialistischen staaten fiel der “eiserne vorhang” und die sowjetunion öffnete sich dem kapitalismus. in deutschland ist die wiedervereinigung im jahr 2009 beinahe selbstverständlich: die diskussionen drehen sich um die angemessene form für ein einheitsdenkmal, nicht um die zugehörigkeit ostdeutschlands zum politischen und wirtschaftlichen systems westeuropa an sich.
in vielen osteuropäischen staaten, die nach dem zerfall des warschauer pakts erst langsam ihren weg in nationale unabhängigkeit fanden, ist dies keine selbstverständlichkeit. ethnische und politische konflikte prägten die 90er jahre, “nachgeholter” nationalismus und heiße debatten über für und wider der europäischen union das aktuelle jahrzehnt.

die situation der osteuropäischen gesellschaften ist natürlich anders als unsere – aber artverwandt. wiederrum mit leipzig als ausgangspunkt, wollen “Klinke auf Cinch” (die wir gestern vorgestellt haben) zusammen mit fabian dem künstlerischen leiter von analogsoul dieser verwandschaft nachgehen: wie funktioniert die unabhängige kunst- und musikszene in osteuropa?
abseits staatlicher förderung vorwiegend in netzwerken. diese netzwerke wollen clemens, lutz, martin, ian und fabian ab dem 24. oktober kennenlernen. deshalb spielen die electronica-avantgardisten in kleinen clubs und non-profit-gallerien in tschechien, ungarn, slowenien und der slowakei.
im schatten von riesengebirge, karlsbrücke und der budapester zitadelle gilt es, eine facettenreiche und selbstbewusste kulturszene zu entdecken. mit kostenlosen auftritten in kleinen kulturprojekten wollen “Klinke auf Cinch” diese unterstützen und kennenlernen.
die ergebnisse dieser gespräche, gigs und entdeckungstouren werden wir täglich hier im blog dokumentieren und verfolgen. die kontakte mit den veranstaltern versprechen bereits tolle abende, die meist auch in den wohnungen der künstler, kulturvermittler und musiker enden werden – osteuropäische gastfreundschaft hilft in diesem fall über knappe tourkassen hinweg.

dennoch werden für die tour einige unkosten anfallen. busmiete, versicherung und benzin sind nicht unerhebliche posten. zudem wollen die fünf ja nicht mit leeren händen kommen: wir produizieren eine 500-stück auflage des “Klinke auf Cinch”-albums “palumar”, um sie dort zu den gigs kostenlos zu verteilen. zusammen mit der plattform betterplace.org haben wir einen weg gefunden, einige dieser kosten wieder rein zu bekommen und ihr könnt uns helfen, diese tour finanziell abzusichern!

hier der link zum projekt: http://goeast.betterplace.org

mittels spenden können wir die einzelnen posten, die sich zusammen auf etwa 1500 euro belaufen, annähernd decken. und wir haben dank großartiger unterstützung bereits 54 % dieser summe zusammen! es wäre großartig, wenn ihr uns helfen könntet, das finanzielle risiko der entdeckungsfahrt nach osteuropa weiter zu senken. die belohnung werdet ihr ab 23. oktober täglich auf diesem blog finden: interviews, mitschnitte, videos, fotos, die das künstlerische schaffen, leben und erleben der jungen osteuropäer erforschen.

die stationen der osteuropa-tour sind:

23. Okt. 2009 GALERIE KUB leipzig
24. Okt. 2009 LEICA ART prague
25. Okt. 2009 KLUB VITTULA budapest
26. Okt. 2009 POTCULKS budapest
28. Okt. 2009 NU SPIRIT bratislava
29. Okt. 2009 GALA HALA ljubljana
30. Okt. 2009 KIBLA maribor
31. Okt. 2009 PODOBRAZY brno
01. Nov. 2009 KUNSTHOF jena

12″ schwarzes gold

was passiert wenn man laptop, mpc, turntables, ‘nen trompeter und beeindruckende stimmen auf die bühne stellt?

im falle von “Klinke auf Cinch” kommt richtig gute elektronische musik mit improvisationselementen heraus. irgendwo zwischen nu jazz, ambient und electronica spielen die musiker um clemens kynast ihre gesamte vielseitigkeit und kreativität aus.

cle hat sich ende letzten jahres zwei wochen lang in seinem studio eingeschlossen und beats gebastelt, um danach die besetzung für “Klinke auf Cinch” zu casten:
“wichtig war mir dabei die improvisations- und assoziationsfähigkeit der leute.  es geht darum,  auf jede art von veränderung schnell und musikalisch in einem angemessenen rahmen zu reagieren.”

dj lutz hartmann (mpc, turntables), martin rudloff (trompete, flügelhorn) und eine außergewöhnliche stimme aus jena, paula aksinsinde, fanden einen sehr feinfühligen und gleichzeitig mitreißenden weg, zusammen zu performen und begannen einen siegeszug durch clubs in leipzig, berlin und thüringen. seit einer probe im januar hat “Klinke auf Cinch” auch eine nicht unbekannte männliche stimme an bord: der electronica/jazz/nu jazz-dj, produzent und sänger ian simmonds ging nach einer begegnung ziemlich steil auf “Klinke auf Cinch” und ist mittlerweile festes bandmitglied.

wenn das projekt einen solchen (ian, verzeih mir den ausdruck) electronica-veteranen anfixt, ist es unwahrscheinlich, dass anderen die qualität der combo verborgen bleibt.  nach einem aufrtitt in erfurt trat das label “playtracks“  an die jenaer band heran und bot spontan die veröffentlichung einiger tracks auf vinyl an. ein kurzer blick auf die bisherigen releases genügte,  “dann stand fest, das machen wir!”, sagt cle.

für die platte hat “Klinke auf Cinch” zwei tracks, die bisher nur live gespielt wurden, aufgenommen, arrangiert und gemischt. “playtracks” war begeistert und am montag ist es soweit:  die “mohawe” ep erscheint auf vinyl.
a-seite “mohawe” (mit ian simmonds/voc) ///  b-seite “phonomer” (mit paula akinsinde/voc) /// VÖ-datum: 05.10.09 /// label: playtracks  /// labelcode: PT008

schon ma reinhören? klar: klinke auf cinch “mohawe” <<< — >>>  klinke auf cinch “phonomer”

wer also “Klinke auf Cinch” für den plattenspieler haben will, kann ab montag zugreifen. alternativ gibts das album “palumar” auch als CD. einige exemplare der scheibe werden sicherlich auch mit nach osteuropa fahren, wo “Klinke auf Cinch” ende oktober die clubs und gallerien unsicher machen. aber dazu morgen mehr. . .

EDIT 05/10/09:

bestellen ja, aber wo? hier: discomania.com, oder hier: deejay.de



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