Archived entries for performance

video // CONTINUOUS SHOT

sechs unterschiedliche performance-konzepte, sechs songs und sechs mal ahnungslose hauptdarsteller. das waren die zutaten zum kunst-cocktail CONTINUOUS SHOT mit dem das intermedia orkestra sechs performative one shot-musikvideos produziert hat.

von rollstuhlbasketball-überfällen, bis zum blinden muffin-tasten ist alles dabei.

die videos sind alle am 08. mai rund um die kollonadenstraße in leipzig entstanden und am selben abend zur uraufführung im weißen haus am centraltheater gekommen. dazu gab’s einen mitreißenden auftritt von LILABUNGALOW. sehr schöner abend war das.

unten mal die drei musikvideos mit analogsoul-beteiligung. alle videos findet ihr auf der projektseite von continuous shot.

das konzept kommt übrigens am 05. juni beim out now!-festival in bremen erneut zum einsatz. wer lust auf musikvideos hat und in der nähe ist, sollte sich anmelden. neben dem in den weiten des internets unvergänglichem video könnten die “They shot me – Continuously”-shirts, die das IMO bei spreadshirt verkauft auch ein anreiz sein. gute idee das.

 

LILABUNGALOW – alli asses

 

SINUS – that no words can explain

 

A FOREST – stereotype

performance // INTERMEDIA ORKESTRA

‘gesamtkunstwerk’ ist ein mittlerweile leicht angestaubter begriff, der sich entweder auf konzeptionell arbeitende künstlerpersönlichkeiten (andy warhol, björg) oder in ironischer form auf unaufgeräumte zimmer bezieht.

beim centraltheater bezeichnet ‘gesamtkunstwerk’ ein open-stage-format, das zwei mal im monat zu ganztägigen interdisziplinären aktionen lädt und deren ergebnisse am abend dann zusammengefasst und dargestellt werden.

ab donnerstag entert das INTERMEDIA ORKESTRA, eine leipziger performance crew, die sich 2009 aus künstlern und geisteswissenschaftlern gegründet hat, im rahmen des ‘gesamtkunstwerks’ das centraltheater und die umgebung drumherum. wie der name schon andeutet, bearbeitet das orchester das thema intermedialität, nach eigener aussage “in versuchsanordnungen mit offenem ausgang”.

mit zwei verschiedenen performance-konzepten gehört die bosestraße und das schauspielhaus der gruppe dann bis samstagnacht (fast) ganz allein.

mit songs von A FOREST, SINUS und LILABUNGALOW sind wir am samstag teil des ganztägigen performance-experiments CONTINUOUS SHOT.IMO in aktion (c) michael ehritt auf der kollonadenstraße (etwa 500 meter vom schauspielhaus entfernt) werden die teilnehmerInnen mit einem kopfhörer ausgestattet und zu akteuren eines one-shot-musik-videos.  d.h. sie gehen die straße entlang und reagieren auf dinge und situationen, die sich ihnen darbieten und werden dabei gefilmt.

es wird dabei sechs verschiedene performance-konzepte geben. einige werden zweimal durchgeführt, so dass knapp zehn videos stehen. die songs steuern neben unseren projekten andere leipziger künstler wie ELSTER CLUB, I’M NOT A BAND und die elektronischen ernährungsberater von ACID.MILCH&HONIG bei.  am ende stehen also ein paar musikvideos mit leipziger bands und leipzigerInnen als (unfreiwillige?) hauptdarsteller. die guten stücke werden ab 20.30 uhr mit livemusik u.a. von LILABUNGALOW im weißen haus präsentiert.

UPDATE: stephan von I’M NOT A BAND hat eben nochmal vollkommen zurecht darauf hingewiesen, dass das konzertprogramm rund um das ‘gesamtkunstwerk’ des INTERMEDIA ORKESTRAs schon donnerstagabend beginnt. leider gibt es nirgendwo ein vollständiges programm dazu. aber die beiden beginnen etwa 20.30 uhr im weißen haus am centraltheater.

 

zusammengefasst heißt das:

samstag, 08.05.,  Continuous Shot, treffpunkt: weißes haus, 11 / 12.30 / 14 / 15.30 / 17 / 18.30 uhr (für jeweils 5 zuschauer)  7 € / 5 €
after-shot-concert mit bands aus der performance, 20.30 Uhr,  7 € / 5 €

“seven for the price of one”

“PROFIT MACHEN!” gehört mit sicherheit zu den unsympathischeren statements die man bringen kann. diese zielstellung in verkappter 70er-porno-optik mit offenem hemd und monsterkoteletten zu vertreten, macht die sache skuriller und vor allem zum kunst-experiment.

die finnische performance-crew MRCVE und die berliner kunstfigur johnny amore (bild) stellen die profitmaximierung in das zentrum einer performance-tournee, mit der sie seit montag durch europa ziehen.

alten europäischen handelsrouten folgend, verbinden sie vormoderne tauschwirtschaft und spätkapitalistische gewinnmaximierung: ein aus finnland importiertes produkt wurde am montag in berlin versteigert, mit dem erlös wird in leipzig ein durch die stadt inspiriertes (kunst-) erzeugnis erworben und wiederrum gewinnbringend versteigert. diese tauschwirtschaft2.0 soll von mal zu mal mehr rendite erzielen und am 19.02. in rotterdam ihren höhepunkt finden.

kern dieser performancereise sind die abendlichen auktionen der güter: die jeweilige stadt wird durch “seven for the price of one” auf ihre wirtschaftliche tauglichkeit überprüft – experimentelle ökonomie nennen die akteure dieses konzept. eine spielerische form von performance mit niedriger einstiegshürde und garantiert guter unterhaltung.

wie schon erwähnt, ist leipzig die zweite station. morgen, am 04.02. ab 20 uhr wird die galerie KUB zum auktionshaus! weitere haltepunkte auf der handelsroute sind: frankfurt (07.02), köln (10.02.), ’s-hertogenbosch (12.02.), amsterdam (15.02.) und rotterdam (19.02.)

alle termine und vor allem der jeweilige zwischenstand sind im eigenen tourneeblog verzeichnet: http://7for1.blogspot.com – außerdem wird das wirtschaftsexperiment durch den finnischen filmemacher lassi markus king begleitet.



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