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ebbes fluten // CHINAWOMAN

frisch reingeflattert. wunderschönes von ebbe.



Am Samstag verschlug es mich zum ersten Mal in den Kater Holzig, die Nachfolgelocation der Bar 25 zum alljährlichen Down to The River Festival. Dort spielte unter anderem die Band Chinawoman, dessen attraktive Sängerin Michelle eine Russin ist, die in Kanada aufgewachsen ist und nun in Berlin lebt. 
Schon nach dem ersten Track, war ich sofort drin in dieser durch Baritongitarre dominierten, melancholischen Mischung aus Synthy-Folk, Pop, Bossa und russischem Polka-Sound, der klingt, wie als wäre er direkt aus den Achtzigern ins Heute gebeamt. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Quentin Tarantino Chinawoman für ihren außergewöhnlichen und bisher einzigartigen Sound lieben würde.

Aufgewachsen in Toronto war Chinawomans Mama eine ehemalige Ballet-Tänzerin des weltberühmten Kirow-Ballets in Sankt Petersburg, woraus der zum Abgehen animierende Track “Russian Ballerina” entstand. Russische Motive finden sich immer wieder in Chinawomans Texten und Sounds, was sicherlich der Grund dafür ist, dass sie dort eine immense Fangemeinde besitzt. Weitere Inspiration findet die Band laut Facebook in Fellini, Vincent Gallo, PJ Harvey und Peaches um nur ein paar Einflüsse zu nennen. Mit dem Schlagzeuger Robin Thomson und Bariton Gitarristen Diego Ferri ist Chinawoman jetzt auf Tour, bald nochmal in Berlin und Dresden zu sehen, ehe sie mal wieder den Ostblock bereist. Lasst euch das nicht entgehen, denn erst bei Liveauftritten mit der Präsenz von Sängerin Michelle entfalten diese Track ihr eigentliches Potenzial. Ich versprechs euch!

3-Sep-11 GER Berlin – Heimathafen Neukoelln 
09-Oct-11 GER Munich – Feierwerk
10-Oct-11 GER Dresden – Thalia Kino

Meine Favoriten sind die Songs Keep in Mind, Party Girl and Russian Ballerina.


Vor 14 Jahren hat Chinawoman ihre eigene Familienfeier gefilmt. Dort tanzt ihre Großmutter und deren einsame Freundinnen. Großartiges Video!

 

ebbes fluten // DIE MUSIKFRONT IM SOMMER

als “ARTig, unSCHULDig, vulgärPOPulär” beschreibt sich die umtriebige ebbe auf ihrem äußerst empfehlenswerten blog. das ist nur die halbe wahrheit. die andere hälfte heißt, dass sie faszinierend schonungslos ehrlich, authentisch, unterhaltsam, abgedreht, begeisternd und hinreißend schreibt. deswegen sind wir stolz, dass sie hin und wieder hier unser gast ist.

“Was Musik angeht, bin ich nicht fanatisch. Ich liebe sie und sie ist fester unverzichtbarer Teil meines Lebens, dennoch bin ich generell eher der visuelle Typ. Ich glaube ich konsumiere insgesamt mehr Bilder als Musik am Tag, was ich trotzdem irgendwie verwerflich finde, in Anbetracht der Tatsache, wie schön und gleichwertig Musik der Kunst doch ist. Egal, ich möchte eigentlich nur kurz auf den wundertollen Blog von Janos verweisen. Eigentlich ist es der einzige Musikblog, (mit Ausnahme von Analogsoul und Christians Blog) den ich wirklich lese, sehe und vorallem höre. Und so wie heute, wo ich völlig fertig von der gestrigen Riddim Nacht und dem Arbeitstag danach bin, in der Badewanne liege und mich durch seinen Musikgeschmack klicke, will ich mal kurz zusammenfassen, was ich in letzter Zeit so hoch und runter höre. Und eigentlich macht das ja sogar Lastfm für mich…

Das neue Album von Friendly Fires, macht mir unglaublich gute Laune. Egal zu welcher Tageszeit. Die FATzig-Scheibe lässt mich nach der Heimat sehnen und der Track von Douglas Greed trifft meine Geschmacksnerven enorm. Eigentlich nur elektronische Glanzlichter auf der Jubiläumsscheibe von Freude am Tanzen. Dann gibt es da ja noch, das Fett in der Zeit ge”featured”te Album von Gabor sprich Robag Wruhme, dass ich irgendwie als einen übermäßig gelungenen Mischmasch aus Pantha du Prince und Matthew Herberts alten Scheiben empfinde, die ich auch  gerade ma wieder entdecke. Beides Dreis, soooooo schön! Ganz ganz schön. Björk ist sowieso Alltimefav, aber zur Zeit wieder mehr als sonst. Ebenso wie Madonna, deren 80er und 90er-Tracks bei mir gerade mal wieder voll reinhauen. Ein Hoch deshalb auf die Popnutten! Überraschend und vollkommen weggeflashed hat mich das Baths Ding. Man, das wird wirklich eines meiner Alben in 2011. Und obwohl ich mich lange dagegen gewehrt habe, Tylers Musik und Weeknd-Schnulzen zu hören, (und ich saß durch sie schon vor Monaten direkt an der Quelle) hat mich der Hype jetzt doch erwischt. Und ich swagge wie ein fucking walking paradox, jeden Tag zur Arbeit in ein schickes Kunstmagazin. Ok, ich finds wirklich geil, Sara und JA! ficken auf The Weeknd muss wohl das Großartigste sein. Ich habs begriffen und sicher probier ich’s bald schon aus, weil distance makes the heart grow fonder, ne.  Anyway, in der Statistik fehlt noch Nicolas Jaar, dessen Bar25Mix auf Balkonien läuft, während ich mir Hautkrebs zulege. Ebenso will ich die Schnitte von Bodi Bill erwähnen, den ich bei Tape TV so strange fand, dass ich seitdem unbedingt mit ihm schlafen will. Ich höre jetzt die Musik von denen noch öfter als vorher. Dass sie mich nervt, macht mich irgendwie an und ich glaube langsam wirklich, dass ist deren Konzept. Wer von euch will eigentlich nicht mit dem Sänger von BB schlafen?

Mhhh. Analogsoul sind in der Musikkiste natürlich auch am Start. Da hat es mir vor Allem das neulich erschienene Remixalbum von A Forest angetan. Unglaublich toll, ganz besonders den Touchy Mob Remix mag ich. Aber den mag ich auch eigentlich sonst so und alles, was der macht. Und das ist auch wirklich besser als Bodi Bill, weil der auch noch mehr Bart hat vielleicht. Achja, Bibio, der mich schon letztes Jahr mit Lovers Carvings aufm Nachtdigital umgebombt hat, schafft das dieses Jahr mit seinem Mind Bokeh Album. Irgendwie hats mich auch erst beim zweiten Mal gekickt, aber Hallo: Take off your Shirt ist ja wohl DER Sommerhit schlechthin. Sommerlich und irgendwie afrikanisch klingen diese Tree Hopping Jungs. Ebenfalls bei Janos gefunden und jetzt von mir gefeiert ohne Ende. Den Rest der bunten Musik könnt ihr ja selbst bei Lastfm entdecken. Ob ich die ganzen Links noch setze, überleg ich mir noch. Schließlich verweigere ich von Beginn an hier jegliche Professionalität.  Deshalb auch ganz zum Schluss der absolut subjektiv gefärbte Verweis auf die beste Katzenband der Welt: Send More Cats!

PS: Wie Allen Allien da in die Statistik reinkommt, weiß ich nicht, da hab ich wohl mal fehlgehört über Stunden und es verrafft. Ebenso ignoriert werden darf Angus und Julia Stone, dass liegt einfach daran, dass ich schlicht und einfach ein Mädchen bin. Vergessen wurden hier außerdem die ganzen One Hit Wonder. Aber egal. Umso mehr freut man sich, wenn man von ihnen in fünf Jahren auf ‘ner langweiligen Bad Taste Party überrascht wird und vollkommen ausflippt. Achja und meine Pubertät lebe ich im übrigen gerade mit der Tochter von Sting ein zweites Mal durch:  I Blame Coco

ebbes fluten // QUEEN ANNE

Auf meinem kurzen Tagesausflug nach Leipzig zur Rettung meines Klappis aus einem dunklen Keller irgendwo auf der Könneritzstraße, nutzte ich die Chance ungewöhnlicherweise an einem Montag eine Vernissage im Tapetenwerk zu besuchen. Das Tapetenwerk ist ähnlich der Spinnerei ein Gelände auf dem sich die neue Kreativwirtschaft Leipzigs wunderbar entfalten kann. Jedenfalls handelte es sich bei dieser Ausstellung in der sympathischen Galerie Queen Anne, (ich bin dankbar für die Aufklärung über diesen Namen für eine Galerie..,) um ein Gemeinschaftsprojekt bzw. Ausstellung, genant „We Are The World“ von Robert Brambora und Georg Weißbach. Beiden Kunststudenten, der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig zeigen dort vom 04. Februar bis zum 20. April drei Installationen, die eigens für die Ausstellung vor Ort hergestellt wurden. Beide Künstler, so sagt es die Pressemitteilung im hauseigenen Blog, verbindet ein künstlerischer Wille zur sarkastischen Überspitzung. „We are the world“ ist deshalb nicht nur Titel der Ausstellung, sondern natürlich auch ironischer Verweis auf die gleichnamige Pophymne Michael Jacksons. Dass “wir alle die Welt sind” provozieren beide Künstler, mit montäglichen Vernissagen, die dann von den Besuchern auf unterschiedliche Art mitgestaltet werden sollen. Wie das im Ganze im Einzelnen abläuft und was für die nächsten Montage geplant ist, lest ihr hier. Den Plastebecher mit der leckersten Erdbeerbowle in der Hand, verliebte ich mich dann Hals über Kopf in die kleine “looks-a-little-bit-like-Tracey-Emin” – Collage “Shut up and love me” – säuberlich eingepackt in Esselte Folie mit kleinem Bach obendrauf – von Georg Weißbach, die dann aber leider schon verkauft war…. Zum Trost gabs dann dennoch einen herzerwärmenden glühenden Absacker mit meiner überaus charmanten Begleitung im Schlechten Versteck. Eine ganz frische unschuldige Liebe ist das mit Leipzig… eine ganz eine bezaubernde. Bis bald.

ebbes fluten // LL – LOVE LEIPZIG 2

ebbe hat ja neulich schon großartige fotos von ihren leipzigausflügen gepostet. heute geht es mit einer sonderausgabe zur baumwollspinnerei weiter. yeah!

Definitiv zu den ersten Anlaufpunkten Kunst betreffend, gehört die alte Baumwollspinnerei in Leipzig. Schon vor ein paar Monaten war ich dort erstmals unterwegs, um mir ganz gemütlich das Gelände und die Ausstellungen in den ansässigen Galerien anzuschauen. Wiedermal war ich geflashed von den vielen kleinen abgefuckten Ecken, die den Charme des Kulturgeländes ausmachen und hoffentlich nicht so schnell weg renoviert werden, wie man das in ganz Leipzig beobachten kann. Bite entschuldigt die schlechte Qualität der Bilder, die ich euch dennoch nicht vorenthalten möchte. Ein Besuch in Leipzigs Herz für zeitgenössische Kunst lohnt sich auf jeden Fall!

Eine Übersicht über die Galerie gibts hier.
Allgemeine Infos über die Geschichte des Geländes und laufende Ausstellungen gibts hier.

ebbes fluten // LL – LOVE LEIPZIG

ebbe ist die hausherrin von “die unschuld in person”. sie selbst sagt, sie würde poppig und naiv schreiben. das ist nur die halbe wahrheit. die andere hälfte heißt, dass es wohl keine zweite bloggerin gibt, die so schonungslos ehrlich, authentisch, unterhaltsam, abgedreht, begeisternd und hinreißend schreibt. deswegen flutet ebbe jetzt regelmäßig unser blog. viel spaß!

Ich parke mein Auto an der Peterskirche und staune über solch moderate Parkpreise. Gerne schmeiße ich ein paar Euro in die Maschine, denn ich habe vor mir hier alles mal ein bisschen genauer anzusehen. Ich schlendere so die Karli entlang, mache ein Haufen Bilder von allem, was mir so ins Auge springt. Streetartpieces, alte Bruchbuden neben gentrifizierten Altbauten, Bioläden und das Feinkost. Ein Hippischuppen mit abgeranzten Feinkost-Flair zieh mich in seinen Bann. Man kennt das alles irgendwie aus Berlin. Der neue Photoautomat direkt daneben ist der neue Hit hier in Leipzig, erzählt mir Missy am Abend. Eine nette Katze kreuzt meinen Weg. Ich darf ihr schönes Fell streicheln und sie reibt sich an meinen Beinen, sowie an Nicos Tasche. Eine wirklich schöne Katze ist das, am liebsten würde ich sie stehlen. Ich malker sie ein bisschen, um ein schönes Photo von uns zu machen, dann gehe ich weiter. Ein Haufen Bars und Geschäfte gibt es hier, doch ein nettes Charakter-Cafe mit W-Lan finde ich erst nach gefühlten zwei Kilometern. Ich lande im Hotel Seeblick, wo ich im jetzigen Moment in die Tasten klopfe. Ich verschiebe meine Rückkehr nach Berlin noch um einen Tag, weil ich hier in diesem Cafe bestens arbeiten kann und endlich all die schönen Photos aufarbeiten kann, die in London, Bremen, München usw. entstanden sind. Großartig ist das, hier zu sitzen bei dem leckersten Haus-Kräuter-Tee und kostenlosem W-Lan (was allerdings leider nicht zum Cafe gehört, und ein bisschen tricky ist). Noch viel besser ist, das hier die ganze Zeit meine I-Tunes-Playlist zu laufen scheint. Neben Beirut, läuft Caribou, The Whitest Boy Alive, Fever Ray, Two Door Cinema Club und Chew Lips. Ich kann also jedes einzelne Lied mitsingen. Mehrer Stunden verweile ich und genehmige mir zum Schluss einen leckeren vegetarischen Grünkernburger mit Mangosauce und selbst gemachten Pommes, bevor ich im Dunkeln mit Missy in Richtung Könneritzstraße düse. Das Gefühl von Freiheit und Selbstbestimmung ist an diesem einen Tag omnipräsent. Ich kann wählen und ich werde mich wohl in nächster zeit öfter für Leipzig entscheiden.

HOTEL SEEBLICK:
Karl-Liebknecht Str. 125
04277 Leipzig
Tel.: 0341 / 30 32 45 8
Kneipe und Gaststätte
geöffnet: 09.00-05.00 Uhr täglich
(wie gesagt es gibt ein offenes Netzwerk, dieses ist allerdings tückisch.)

Facebookgruppe hier

Ein ähnlich schönes Cafe hatte ich schon am Montag Abend auspiziert, das Cafe Cantona in der Windmühlenstraße. Diesmal mit legalem sehr gut funktionierendem W-LAN und leckerem Chai Latte.
Cafe Cantona
Windmühlenstraße 29, 04107 Leipzig
0341 22 54 302
www.cafecantona.com

Montag-Freitag von 9.00-2.00 Uhr
Samstag, Sonntag und Feiertag ab 9.00 Uhr

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Kennst du noch ein Cafe mit W-LAN und gemütlicher Atmosphäre in Leipzig? Dann schreib mir einfach. Ich freu mich!



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