ich dachte mein feedreader spinnt: fast ein dutzend posts hintereinander mit dem kryptischen titel “BANDANME: coachella mitschnitt” – statt bandname nur einige der bekannstesten bands, die so rumspielen: the national, cold war kids, mumford&sons, the strokes …
das dissertations-vervollständigungs-tool google setzte mich dann in kenntnis, dass coachella eigentlich “coachella valley music and arts festival” heißt und – nach flüchtigem blick über’s line up der vergangenen 11 jahre – offenbar eines der wichtigsten und größten musik-festivals in den us of a ist und jährlich den startschuss für die festivalsaison dort gibt.
der sampler erschien bereits vor dem festival und versammelt 35 tracks von künstlern, die auf dem festival spielten. nicht immer das neueste material aber ziemlich hochklassige zusammenstellung, u.a. mit the drums, trentemoeller, brandt brauer frick. kostenlos hier, komplette downloadtracklist bei nicorola.
und für die augen jetzt ARCADE FIRE live auf dem coachella 2011. in voller länge, yeah.
mit an bord unser kommender online release-künstler ARPEN & THE VOLUNTEERS. der kopf von MUD MAHAKA frönt in diesem projekt seiner singer/songwriter-seite. ebenso kundig wie geschmackssicher greift er tief in die americana-schatzkiste.
tracklist:
01 – Rootah w Soom T – „Save me“
02 – Changoleon – “The liar is king”
03 – Mount Fuji – “Head on Fire”
04 – Phase drei “Dialoge Part II”
05 – Two Wooden Stones – “Remember”
06 – Arpen and the Volunteers – “Redhead Sid”
ich habe jetzt einige zeit überlegt, ob der titel “SWIMMING POOL” für eine konzertreihe, die gezielt leipziger bands auf die bühne bringt, passt. wenn man an sich tummelnde schillernde lebewesen, mal skurril, mal gefährlich, mal schön denkt, dann passt es. die sind meist allerdings im offenen meer zu finden. in swimming pools tummeln sich touristen und ab und zu pisst einer rein – wer gehässig ist, mag darin eine parallele zur leipziger bandszene sehen.
wir sehen das ausdrücklich nicht so, sondern verstehen die konzertreihe so wie den tatsächlichen swimming pool: eine schöne bühne, um zu zeigen was man hat. und in diesem sinne hat die leipziger bandszene ein üppiges dekoletté beziehungsweise einen astreinen waschbrettbauch.
seit september vergangenen jahres holen lutz leukhardt und seine mistreiter_innen musikprojekte dieser stadt auf die bühne und bringen dazu auch noch monatlich einen sampler heraus: den buntesten sampler der welt vermutlich, denn das auswahlkriterium für POPOOLÄR ist nicht das genre, sondern der ursprung: leipzig (wir berichteten hier und hier).
im rahmen der reihe spielen morgen abend zwei besondere freischwimmer: der vielseitige ME AND OCEANS über 4×100 meter lagen, unterstützt vom schlagzeuger florian wienczny. danach spielen die fünf synchronschwimmer von MUD MAHAKA. damit ist der swimming pool diesmal fest in analogsoul-hand – und selbst wenn jemand reinpisst, unser petrolblau überstrahlt das.
dienstag, 11.01.2011, SCHAUBÜHNE LINDENFELS
SWIMMING POOL: mud mahaka & me and oceans
beginn 20 uhr, 6 euro eintritt
montagmorgen werden die gedanken, glieder und termine sortiert. zum einstieg in die woche gibt’s bei uns nun immer lesenswertes von den kollegen. heute mit einem bemerkenswerten gratis-download und ‘ner umfrage.
CINEMATZE, das lesenswerte blog über filme und musik vom landauer matthias, beglückt uns mit dem tipp, dass ein label-sampler von AUDIOLITH diesen monat kostenlos bei amazon zum download steht. bratze, frittenbude, egotronic & co. für lau:
adventszeit ist jahresendzeit und bedeutet für musikblogger bestenlistenzeit. während unsere platten des jahres auf analogsoul.de einzusehen und zu bestellen sind, haben andere blogs natürlich die pflicht zu mehr geschmackspluralität. die leipziger internetadresse für elektronische musik, FROHFROH, geht das ganze mit einer großen leserwahl an.
bis 20.12. sind folgende fragen per mail an dance [ätt] frohfroh.de zu beantworten:
1. leipzig-platte des jahres (album/EP)
2. leipzig-label des jahres
3. leipzig-DJ des jahres
4. leipzig-live-act des jahres
5. leipzig-producer des jahres
6. leipzig-club des jahres
7. leipzig-party des jahres
8. leipzig-überraschung des jahres
9. leipzig-enttäuschung des jahres
10. leipzig-wunsch für 2011
unter dem wahlvolk werden attraktive preise leipziger labels verlost. wir stellen u.a. eine kleine elektronik-auswahl mit KLINKE AUF CINCH, A FOREST und ME AND OCEANS zur verfügung.
zugegeben, der name MUSIC ALLIANCE PACT und das zugehörige logo könnten auch für eine superhelden-liga oder ein überambitioniertes superband-projekt stehen. zum glück hat das ganze aber nichts mit bono, bob geldoff & co. sondern mit einer genialen idee zu tun: nimm 34 blogger aus 34 verschiedenen ländern, die jeden monat eine band aus ihrem land empfehlen.
unter diesen vorraussetzungen wirkt der ambitionierte untertitel des monatlichen digital samplers – “the best music in the world” – gar nicht so abwegig. schließlich hat man mit den beteiligten blogs (u.a. i guess i’m floating/usa, 78s/sui, swedesplease/swe) leute am start, die für ihren guten geschmack über die jeweiligen landesgrenzen hinaus bekannt sind. der monatliche rhythmus bietet außerdem die möglichkeit zwischen größeren und kleineren namen zu variieren, perlen auszugraben oder dicke bretter zu bohren (letzteres übrigens offenbar eine spezialität des israelischen vertreters metal israel). mit ca. 40.000 downloads im monat ist der sampler außerdem eine hervorragende plattform für die beteiligten bands.
der deutsche vertreter ist thomas von blogpartei.de – den zur zeit sowohl datenbank- als auch zeitprobleme plagen. daher übernehmen wir es einfach mal, der hiesigen musik-blogosphäre den MUSIC ALLIANCE PACT für november 2010 vorzustellen. das ganze natürlich nicht ganz zufällig, denn thomas hat als deutschen beitrag diesen monat A FOREST mit “stereotype” ausgewählt:
“A Forest definitely run the unfair risk of being overlooked. Their musical mixture of souly electronica does not want to paint the town red. Instead, they create cautious, almost fragile songs on their debut album, Leaves Leaves Fall Fall Rain Fall, that get under your skin. The featured single, A Stereotype, is a perfect example for this sound which is founded on jazzy rhythms and soulful voices, especially from Fabian Schuetze. A Forest will release a new, as-yet untitled EP in March.”
TROPHY WIFE – “microlite (accoustic)“
ausgewählt vom musikblog des englischen guardian, steht mit “microlite” eine ausgezeichnete akustikversion der ersten single oxforder indie-dance-trios ab sofort unter den top 5 meiner songs des jahres. 4 wunderbare minuten.
DAILY BREAD – “about birds and bees“
vorsicht november-geplakte, das geht ziemlich überschwänglich fröhlich los. mit einer orgel, einem hyperaktiven schlagzeug und sängerin oben drauf hämmern uns die niederländer ihren “sexy garage dance” ein.
SYBIANN – “monsoon breath“
grandioser track vom debüt-album der jungen italienischen band. diesmal eher was für die herbstlichen grübler: ein downtempo-feuerwerk aus sounds und rhythmus. die ungesignten herren nennen das selbst übrigens ziemlich treffend “mantra postpunk”.
JOHANN HILLBLOM – “sneak preview“
musikalisch jetzt natürlich noch einmal was ganz anderes – ist ja ein sampler. der schwedische vertreter schickt einen vergleichsweise ziemlich geradeaus produzierten track ins rennen. elektronische basslines, eine wunderbare trompete und verschmitzte texte (“once when I was drunk I accidentally poked you on Facebook”) machen diesen popsong hörenswert.
DISASTERADIO – “no pulse”
synthpop der härteren gangart aus neuseeland. wer probleme mit leicht dissonant verzerrten stimmen hat, sollte sich den track lieber sparen. aber ein ziemlich flotter rausschmeißer für diese kleine auswahl.