heute ist es soweit. mit “the devils hand” erscheint das neue album der PENTATONES. amazing electronic live music ist das stichwort. herausragende stimme, tolle songs, tiefe im arrangement, tiefe und dunkelheit, und licht und umwerfen und driften und vom stühl fallen. wir sind entzückt und stolz teil der sache zu seien und PENTATONES zu analogsoul zählen zu dürfen.
Am Samstag verschlug es mich zum ersten Mal in den Kater Holzig, die Nachfolgelocation der Bar 25 zum alljährlichen Down to The River Festival. Dort spielte unter anderem die Band Chinawoman, dessen attraktive Sängerin Michelle eine Russin ist, die in Kanada aufgewachsen ist und nun in Berlin lebt.
Schon nach dem ersten Track, war ich sofort drin in dieser durch Baritongitarre dominierten, melancholischen Mischung aus Synthy-Folk, Pop, Bossa und russischem Polka-Sound, der klingt, wie als wäre er direkt aus den Achtzigern ins Heute gebeamt. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Quentin Tarantino Chinawoman für ihren außergewöhnlichen und bisher einzigartigen Sound lieben würde.
Aufgewachsen in Toronto war Chinawomans Mama eine ehemalige Ballet-Tänzerin des weltberühmten Kirow-Ballets in Sankt Petersburg, woraus der zum Abgehen animierende Track “Russian Ballerina” entstand. Russische Motive finden sich immer wieder in Chinawomans Texten und Sounds, was sicherlich der Grund dafür ist, dass sie dort eine immense Fangemeinde besitzt. Weitere Inspiration findet die Band laut Facebook in Fellini, Vincent Gallo, PJ Harvey und Peaches um nur ein paar Einflüsse zu nennen. Mit dem Schlagzeuger Robin Thomson und Bariton Gitarristen Diego Ferri ist Chinawoman jetzt auf Tour, bald nochmal in Berlin und Dresden zu sehen, ehe sie mal wieder den Ostblock bereist. Lasst euch das nicht entgehen, denn erst bei Liveauftritten mit der Präsenz von Sängerin Michelle entfalten diese Track ihr eigentliches Potenzial. Ich versprechs euch!
wir sind noch da! demnächst auch wieder länger. für jetzt kurz eine grandiose fotoserie, die dem glamour, mysterium außeralltäglichem von bekannten clubs ihr gesicht bei tag entgegenstellt: fotos von berliner clubtüren.
fotografiert von finding berlin. inspiriert von rebelart kommen die guten stücke hier mal als ratespiel zu euch. die auflösung steckt im namen der jpeg.
TRIO SCHMETTERLING, die band, die wie (das) fliegen klingt, sind wieder unterwegs. aufgrund ihres neuen pressebildes sind sie schon als band, die aussieht wie (die) fliegen, bezeichnet wurden.
dabei sind das nur die augen der drei schmetterlinge auf ihren neuen plakaten und drucksachen. gestaltet übrigens von frieder oelze, der auch für das cover des erstlings “untitled” zeichnete. fans des instrumentaltrios dürfte freuen, dass noch in diesem jahr aufnahmen für eine neue platte anstehen.
ab heute gibt es auch wieder ein paar chancen, sich von der einzigartigkeit dieser drei musiker zu überzeugen:
was man bei diesen konzerten vermutlich nicht sehen wird, ist wie die drei mit lautem lachen aus ihren songs fallen. weil das aber so sympathisch aussieht, haben sie davon mal ein beispiel ins netz gestellt:
ich habe dieses jahr einen adventskalender, auf dem ein foto-modell mit schwarzen spitzenhandschuhen und corsage über einem kunstledersessel lehnt. den habe ich mir natürlich nicht selbst gekauft, sondern geschenkt bekommen. von einer frau. von einer älteren frau. aber das ist eine vollkommen andere geschichte.
jedenfalls öffne ich diesen kalender nicht besonders regelmäßig, da er mir nicht besonders gefällt. wirklich jeden tag öffne ich nur den adventskalender von lie in the sound. christoph & seine co-bloggerin brigitte tragen jeden tag musik mit weihnachstbezug zusammen, die besser ist als jedes stück schokolade.
ob es nun indie rock christmas songs gibt (türchen #12) oder eine coverversion von last christmas, die es fast schafft, nicht ätzend zu sein (türchen #11) – die umtriebigen blogger fördern kleine preziosen zu tage, die den weg in mein innenohr sonst wohl nicht geschafft hätten.
auch JOSHUA JAMES, der ebenfalls eine weihnachts-ep aufgenommen hat, hat sich in meinen gehörgang gefressen. wem das sujet weihnachtssongs generell zu belastet sein mag, der kann auf seine komposition “winterstorm” von selbiger ep zurückgreifen. hammer teil.
letzter tipp, bevor ich euch auffordern muss, doch bitte selbst darin rumzuklicken, ist das heutige türchen mit den walisern “golau glau”. ein künstlerkollektiv, dass walisisch-keltische traditionen aufgreift und ohne folkloristischen peinlichkeitsfaktor in grandioses umsetzt: