live // WP in ECUADOR


Bild: WOODEN PEAK live // Toni Propeller Musikfotografie // Copyright

 
WOODEN PEAK sind gestern in ein kleines musikalisches Abenteuer nach Ecuador gestartet. In einer Mischung aus Tournee und Entdeckungsreise werden Sebastian Bode und Jonas Wolter an so unterschiedlichen Orten wie dem Hinterhof eines Indielabels und dem Saal der Philharmonie spielen.

Der Samen für diesen Trip nach Ecuador wurde bereits vor drei Jahren bei einer Belgien-Tour von Jonas und Sebastian gelegt: In diesem Zusammenhang wurde der Gitarrenbegeisterte Diego Espinola Pastorini auf Wooden Peak aufmerksam und spielte mehrfach mit dem Gedanken, sie für ein Gitarrenfestival nach Uruguay einzuladen. Obwohl sich das nicht ergab (dafür sind die Jungs dann doch zu wenig spanische Gitarre) blieben Diego und Wooden Peak dran.

Aus drei Konzerten, die Diego in Ecuador organisieren konnte, wurden durch eigene Recherchen und Kontakt zu lokalen Labels insgesamt sechs Shows, die vom Goethe-Institut und einem deutsch-ecuadorianischem Kulturverbund gefördert werden. Und so wurde aus einer Idee im Februar eine Gewissheit im Mai und Realität in dieser Woche.

Am Wochenende haben Wooden Peak die Cases gepackt: Auch mit abgespecktem Set-Up und Effektgeräten im Handgepäck wiegt eine Band in Koffern immer noch 250 kg. Das liegt auch daran, dass neben den Instrumenten und den Musikern auch Christop Lehmann dabei ist. Christoph zeichnet schon seit einer Weile für Live-Visualisierungen zu Wooden Peak verantwortlich und wird die Reise auch dokumentarisch begleiten.

Zu sehen geben wird es einiges, schließlich ist die Reise an sich schon ein Abenteuer: 16 Stunden Flug; Landen auf dem „internationalen Flughafen“ von Quito, wo der Abgasstrahl der Maschinen an der dicht umbauten Umgebung rüttelt. Dann noch ein paar Inlandsflüge, denn über die Anden fliegt es sich leichter. Als Schlussetappe dann dennoch 380 Kilometer Anden in acht Auto-Stunden.

Die sechs Konzerte sind bunt gemischt: vier mal eher Kulturkontext wie Jazzclubs und Stadttheater, einmal Hinterhof in Guayaquil (beim Label Ermitaño) und zum Abschluss die Philharmonie in Quito. Eventuell ergibt sich noch ein Workshop mit dem Staatsorchester, dort zeigte man sich interessiert an der Arbeit mit Ableton – transatlantischer und transdisziplinärer Know How-Transfer sozusagen.

Unterwegs werden auch Interviews mit Menschen aus den lokalen Musikszenen gemacht, mit der selben Haltung wie unser Podcast mit Sun Tailor: Wie veröffentlicht ihr eure eigene Musik? Wie seid ihr dazu gekommen? Wie funktioniert es? Die Netzrecherche von Leipzig aus hat im ganzen Land gerade einmal zwei stilistisch ähnliche Indielabels ausgespuckt. Mal schauen, vielleicht findet sich mehr. Gleichzeitig gibt es in Ecuador auch nicht so viel lokale Szene und lokalen Musikmarkt. Statt nationalen Popstars wird viel Import aus Kolumbien und Brasilien gespielt.

Wooden Peak haben sich in jedem Fall vorgenommen, zu beobachten, zu fotografieren. Differenzen zu sehen und zu erfahren. Keine klassische Konzertreise und auch kein Urlaub. So zufällig, wie sich der Kontakt ergeben hat, so angenehm wie Ecuador in das Leben von Wooden Peak kam, so versuchen die beiden, den Trip anzugehen. Offen sein für neue Menschen, und schauen, ob man dort mit ihrer Musik etwas anfangen kann.

Alle Termine gibt es als Facebook-Veranstaltung hier, die Band wird sich zwischendurch immer mal auf ihrer Seite melden. Wir bleiben natürlich auch dran.
 
///Los conciertos de WOODEN PEAK en Ecuador///

28.10. CUENCA (ECU) // tba
29.10. RIOBAMBA (ECU) // teatro alfonso chavéz
31.10. GUAYAQUIL (ECU) // ermitano records
04.11. QUITO (ECU) // la estacion
05.11. IBARRA (ECU) // cafe arte
06.11. QUITO (ECU) // casa de la música



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