Archived entries for release

POPOOLÄR!

yeah. leipzig bekommt einen sampler. die jungs von dantes dream haben sich überlegt eine lücke zu schliessen. mit popoolär wird nun einmal im monat einen sampler zum freien download geben, der aktuelle musik leipziger künstler versammelt. das sind dann meistens 5-6 liebevoll ausgewählte tracks.

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das besondere: es gibt dazu eine konzertreihe in der schaubühne lindenfels, die im selben rhythmus, also einmal monatlich, lokale bands präsentiert. wir halten das für eine unterstützenswerte sache, zumal unser singersongwriter-kleinod JAARA mit dem wundervollen song “rio” auf der nummer 01 des samplers vertreten ist. und wir mal hoffen und denken, dass das nicht der letzte analogsoul beitrag bei popoolär war.

besucht die seite, spread the word. zieht euch das ding.

release // DEEF+FREUNDE “kolonie”

ANA018_COVERvor mittlerweile einigen monaten lag ‘ne mail von einem unbekannten absender im digitalen postfach. der inhalt: die ebenso überraschende wie sympathische nachfrage, ob wir die musik des absenders veröffentlichen wollen.

ein paar email-konversationen und ein interview später liegt er vor euch, unser 18. online release: DEEF+FREUNDE “kolonie”. eine fantastische electro ep die den kopf unterwandert und da ansetzt, wo sprache nicht hinreicht.

DEEF findet außerhalb der stadt schneller und leichter in den bewusstseinszustand, bei dem ihm die sprache entgleitet. “kolonie” erzählt deshalb vom draußen und dessen freiheit von verformenden begriffen. keine angst vor zu viel überbau: DEEFs musik ist deutlich näher am wahrnehmbaren als am zu durchdenkenden. eine natürlich-fließende electro-ep die versucht, dem ungleichgewicht entgegenzuwirken.

 

DOWNLOAD: DEEF+FREUNDE “kolonie” [rechtsklick-save as]


released und CC3.0 license: you’re free to share and remix it, but only if you give credit to the artist and analogsoul as label. this is a free online release, you’re not permitted to use it in commercial ways.

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der riese // the giant

es ist ja sommer in deutschland. eigentlich wird es da überall ruhiger, clubs haben zu, man erreicht kaum jemanden um konzerte für den herbst abzuklären, die zeitungen haben nur noch eine grundbesatzung in den büros, die das sommerloch verwaltet. aber im analogsoulkonsum geht die post ab. wir stecken die köpfe zusammen, ILLUTEs releasetour ist quasi fertig, aber die letzten freien tage wollen auch noch gefüllt sein, pressetermine werden gemacht. ab und zu lehnen wir uns einen moment zurück.

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aber nicht zu lang. das nächste große ding steht an. ME AND OCEANS veröffentlicht mit “lakes” im oktober eine fantastische ep und auch dort sind die ersten telefonate geführt, konzerte gebucht, ein tolles video ist fertig und wir sitzen in den startlöchern. und weil wir nicht immer nur sachen verkaufen wollen, sondern ja auch liebend gern dinge verschenken, gibt es heute mal wieder einen song zum freien download, der die wartezeit verkürzt auf die cd und die konzerte von ME AND OCEANS im herbst.

MEANDOCEANS_the_giant by Analogsoul


interview // DEEF

deef - fahrradreiseam 06.08. – also kommenden freitag – erscheint unser neuer online release deef & freunde bescheren uns mit “kolonie” eine athmosphärische electro-ep. deef interssiert sich für musik und das meistens häufig. die stadt mag er nicht besonders und so ist der titel der ep programmatisch für die suche nach einer eigenen form von zusammensein im grünen.

deef ist mit seinem fantastischen projekt an uns herangetreten, was uns sehr gefreut hat. es ist sehr angenehm, jemanden über seine musik kennen zu lernen. da ihr das erst in sieben tagen könnt, haben wir ihm schon mal vorab ein paar fragen gestellt. deef wollte über “gott und die welt sprechen”, weil es bei musik ja sowieso um’s hören geht.

EDIT: nicht zu vergessen: die fotos zum interview stammen aus niklas plessings serie “fahrradreise” “albert, is it you?”.

deef, deine ep heißt “kolonie” und erzählt musikalisch z.b. durch vogelzwitschern vom draußen sein. welches draußen ist das?

das draußen ist die nicht-stadt. oft mit pflanzen bewachsen, aber auch steppen sind köstlich.

was stört dich an der stadt?

die stadt erinnert mich durch ihre städtische beschaffenheit an von menschen erschaffene sprache, regeln. stadt – besitzansprüche, beschaffenheit, die zukleisterung mit namen:
dach, wand, straße, ampelanlage, gleise, traurig-verdriesslich-empörte passantenanlagen, autoanlagen, pfand – weg von der annäherung an phänomenal Wahrnehmbares.
ich versinke in der sprache und vergesse zu fühlen und das ist schade, denn ich mag fühlen.
man würde jetzt entgegnen: aber bäume, blätter, wälder sind auch auf einen zukommende namen. dies sei korrekt aber all das zeug ist ohne namen passiert. es hat keine namen benötigt, die namen sind da einfach egal. dächer brauchen dagegen namen, um sie zu bauen.
außerhalb der stadt finde ich schneller und leichter in den bewusstseinszustand bei dem mir die sprache entgleitet.
dieser zustand fühlt sich für mich natürlich-fließender an. als wäre ich näher am mystischen kern der existenz, patheto-esoterisch gesprochen.
(selbstentlarvende entschuldigungen sind erlaubt, aber nur als entlarvungsvorwegnehmende legitimation und das ganze dann als scheinargument!!)

deef - fahrradreisewie produzierst du dann – gleich vor ort draußen, oder mit field recordings, die du dann am rechner zusammen baust?

neee, draußen nie. mein dicker laptop is mir zu schwer. die full HD-auflösung blendet nur unnötig und lenkt ebenfalls von kontemplation ab.
aber seit einem zeitabschnitt nehme ich draußen sachen (vögel, zweige, bienen etc.) auf und verwerte sie liebend gerne, damit ich besser bin als boards of canada, weil sie nur kinder und andere Menschen aus den 70er und 80ern drin haben. leider kann ich mir keinen ordentlichen R2R-recoder leisten, um die analog-wärme reinzubringen. deswegen haben meine freunde einen gefunden, aber es klappt dennoch nicht so gut -
die bänder verwickeln sich dauernd.

was inspiriert dich außer ‘dem draußen’ zu deiner musik?

alles was mich konstituiert, inspiriert mich, also alles was mich macht. oft aber auch andere tracks. ich bin dann erfüllt von ihrer wunderbarigkeit und diese energie muss dann sofort raus – da kann und will ich mich nicht groß wehren.

wer sind die freunde, die du auf der ep als interpreten mit nennst?

das sind christian wagner an e-gitarre, vocal und okarina, alessia mandanici spielt akustische gitarre und sebastian s. an der e-gitarre. alles passionierte, junge musiker, jünger als alt. aufzählungsmusiker. ich war zu faul mit allen zu besprechen, ob und unter welchen namen und überhaupt und so weiter – deswegen “freunde” – wollte auch die unmusikalischen freunde als mitwirker miteinbeziehen.
die meisten von ihnen treffe ich mittlerweile sehr sehr selten persönlich, als auch unpersönlich – orte haben sich veschoben und ich habe sowieso zu viel mit interviewanfragen zu tun.deef - fahrradreise

du scheinst jemand zu sein, der sowohl mit dem bauch arbeitet, als auch einen kritischen überbau für sein schaffen hat. daher hier die gelegenheit für dich, der welt zu sagen, was du ihr sagen willst:

vielen dank für das interview.
ich bin selber ein passionierter dichter und möchte noch kurz mein lieblingsgedicht von brecht zitieren:
kommt ein pferd in die bar. fragt der kellner: “was darfs denn sein? was möchten sie.” antwortet das pferd: “so’n bier wär ganz gut eigentlich. es ist ja ein heißer tag.” der kellner entgegnet hastig: “ah, nee wir bedienen keine pferde hier. dies ist eine pferdefreie bar! bitte gehen sie.”
der mann, der die ganze Zeit neben dem pferd saß, meldet sich plötzlich: “och, meine frau hat mich grad rausgeschmissen. ich hätte gerne noch ein mineralwasser, aber erst mal muss ich dieses iPhone hier auf diese bar legen. ja, ganz genau.”
irgendjemand sagt von hinten: “wie war das nochmal? egal, hab’s vergessen. muss nochmal kurz nachdenken. ich hol mal was an der bar – so laut hier – is’ bestimmt wegen den pferden!”

immer kommt anders, als du denkst

so, wir hatten ein hartes wochenende. A FOREST haben donnerstag abend das SWEAT! in leipzig bespielt, am freitag abend war es dann soweit. unsere zweite saison LIKE WATER wurde mit dem frizzante beschlossen. fantastischer abend, viele menschen, tolle musik von lake people, trio schmetterling, wooden peak und illute.

letztere veröffentlicht am 01.10.2010 mit großem tamtam eine sehr sehr schoene cd und wir stecken grad tief in den vorbereitungen für die ganze geschichte, schreiben fleißig pressetexte, verschicken die in mails, planen sachen von auto für die tour ranholen bis studiokonzert bei detektor.fm.

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nach dem konzert mit ILLUTE hatten wir nach einem ausführlichen ausschlafen dann einen entspannten nachmittag. fotos mussten ran und ILLUTE wurde ausserdem zu einem interview gezwungen. “koennen wir das nicht irgendwie alles ingoknito machen?” fragte unsere dezent verunsicherte berlinerin leider viel zu spät. für unser kleines vorstellungsvideo spielte sie dann aber sogar noch ein ganz neues stück musik zusammen mit ihrer kalimba auf unserem sofa. und danach war selbst ILLUTE erstaunt wie schick das geworden ist.

seht selbst.



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