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adventskalender: KLINKE AUF CINCH

24.12. kinder, heute wird’s was geben! wir haben 23 wundervolle adventskalendertürchen hinter uns: singer/songwriter, electropop, minimal, zwei schwedenbomben… kurz um: schön war’s!

wir werden euch morgen nächste woche auch noch eine kleine playlist hier reinstellen, in der ihr alle tracks zusammen runterladen könnt, und so den “analogsoul adventskalender 2009″ als weihnachtssampler unter euren digitalen baum legen könnt.

ein advenstkalender wäre allerdings kein adventskalender ohne das dicke doppeltürchen zum schluss. wir präsentieren euch daher ein komplettes KLINKE AUF CINCH liveset zum download!

das set erscheint im rahmen unseres podcasts, der euch monatlich einen unserer acts in einer liveaufnahme oder als mitschnitt frei haus liefert (rss-feed hier).

das konzert ist vom 1. november und war das große finale der osteuropa-tour (die wir hier ausführlich gefeatured haben). in knapp zehn tagen ging es von leipzig über polen, prag nach budapest und über den balkan dann zurück.

der kunsthof in jena war auf jeden fall eine würdige location für den abschluss dieses abenteuers: eine feine galerie, gefüllt mit enthusiastischen menschen.

das nerdige: KLINKE AUF CINCH spielten mit ian simmonds in einem extra-raum neben den gästen -- beobachtbar durch eine scheibe in der tür und ein live-video mit animationen von DÖLE. flackernde und pulsierende lichter flirren über die gesichter von paula und cle, martins trompete wird zum fixpunkt für digitale lichtmotten. sah großartig aus.

und klingt auch großartig! heute mal nur als download, oder wollt ihr ein komplettes konzert im player hören?


DOWNLOAD -- KLINKE AUF CINCH “live@kunsthof/jena”
(rechtsklick-save as)

dafür noch ein video von DÖLE, das den track “mohawe” mit videomaterial der osteuropatour unterlegt:

der burgherr im osten

warum zieht jemand aus london ins beschauliche thüringen?
zumal, wenn er als produzent, dj und sänger für electronica und nu jazz international gebucht wird. im fall von ian simmonds könnte man immerhin wikipedia befragen, denn ian gehört zu den wenigen menschen die ich kenne, über die ein wiki-eintrag existiert (na gut über das quietscheentchen gibt es auch einen).

klar – da erfährt man dann sachen über the sandals, jurymann & Co. – aber warum ian zwischenzeitlich auf einer burg im unstrutkreis gelebt hat und music city london gegen “stadt der wissenschaft 2008″ jena getauscht hat, steht da auch nicht: zum glück ist ein podcast von dradio kultur der sache im august mal nachgegangen. und ians vorliebe für ostdeutsche und abneigung gegen kalte winter will ich euch nicht vorenthalten:

 


ian mit "Klinke auf Cinch"

 

vom dasein als burgherr inspiriert hat die platte “the burgenland dubs” auch dementsprechenden erfolg. bei musik krause (jena) erschienen, wird das gute stück durchweg angetan rezensiert:

“Ian Simmonds ist ein musikalischer Brückenbaumeister von denen es all zu wenige gibt. Er versteht es die Essenz der “Worldmusic” in zeitlose Stücke zu verpacken, die pure Ehrlichkeit vermitteln [...] Simmonds taucht tiefer ab und verbindet dort unten traditionelle Instrumente mit elektronischer Klangkultur, das gestern mit heute bis in die Ewigkeit. Anspruchsvoll und doch leichtfüssig hören sich die dreizehn Stücke an.” – etforce

auch “the wendelstein variations”, deren titel direkt an ians burg-intermezzo angelegt sind, atmen die tiefe und dancefloor-tauglichkeit:
“To feel is more important than to understand, because he who feels learns to understand! With casual meticulousness and evoking atmosphere, between real songwriting and track analysis Ian has found new hope for the club culture. You just want to hug his bless-ed soul for his witching “head music”, which isn’t aimed at the editorials, but rather the searching out the wide and multifaceted dance floor depths.” – soulseduction

nachdem er mit einem 18-köpfigen improvisationsorchester im mai japan unsicher gemacht hat, geht es für ian in zwei wochen wieder auf tour. zusammen mit unserem live elektronica projekt “Klinke auf Cinch” aus jena und fabian von analogsoul geht es auf entdeckungsfahrt durch osteuropa. die beats von cle, lutzers turntables und martin als live trompeter klingen fantastisch! dachte so ungefähr auch ian, der seit einer zufälligen begegnung im proberaum im januar bandmitglied und gleichzeitig größter fan von “Klinke auf Cinch” ist.

damit die fünf ihre entdeckungsfahrt sorgenfrei betreiben können, haben sie ein projekt bei betterplace.org gegründet – wer helfen möchte diesen kulturellen austausch über electronica zu unterstützen, kann das hier tun.

12″ schwarzes gold

was passiert wenn man laptop, mpc, turntables, ‘nen trompeter und beeindruckende stimmen auf die bühne stellt?

im falle von “Klinke auf Cinch” kommt richtig gute elektronische musik mit improvisationselementen heraus. irgendwo zwischen nu jazz, ambient und electronica spielen die musiker um clemens kynast ihre gesamte vielseitigkeit und kreativität aus.

cle hat sich ende letzten jahres zwei wochen lang in seinem studio eingeschlossen und beats gebastelt, um danach die besetzung für “Klinke auf Cinch” zu casten:
“wichtig war mir dabei die improvisations- und assoziationsfähigkeit der leute.  es geht darum,  auf jede art von veränderung schnell und musikalisch in einem angemessenen rahmen zu reagieren.”

dj lutz hartmann (mpc, turntables), martin rudloff (trompete, flügelhorn) und eine außergewöhnliche stimme aus jena, paula aksinsinde, fanden einen sehr feinfühligen und gleichzeitig mitreißenden weg, zusammen zu performen und begannen einen siegeszug durch clubs in leipzig, berlin und thüringen. seit einer probe im januar hat “Klinke auf Cinch” auch eine nicht unbekannte männliche stimme an bord: der electronica/jazz/nu jazz-dj, produzent und sänger ian simmonds ging nach einer begegnung ziemlich steil auf “Klinke auf Cinch” und ist mittlerweile festes bandmitglied.

wenn das projekt einen solchen (ian, verzeih mir den ausdruck) electronica-veteranen anfixt, ist es unwahrscheinlich, dass anderen die qualität der combo verborgen bleibt.  nach einem aufrtitt in erfurt trat das label “playtracks“  an die jenaer band heran und bot spontan die veröffentlichung einiger tracks auf vinyl an. ein kurzer blick auf die bisherigen releases genügte,  “dann stand fest, das machen wir!”, sagt cle.

für die platte hat “Klinke auf Cinch” zwei tracks, die bisher nur live gespielt wurden, aufgenommen, arrangiert und gemischt. “playtracks” war begeistert und am montag ist es soweit:  die “mohawe” ep erscheint auf vinyl.
a-seite “mohawe” (mit ian simmonds/voc) ///  b-seite “phonomer” (mit paula akinsinde/voc) /// VÖ-datum: 05.10.09 /// label: playtracks  /// labelcode: PT008

schon ma reinhören? klar: klinke auf cinch “mohawe” <<< — >>>  klinke auf cinch “phonomer”

wer also “Klinke auf Cinch” für den plattenspieler haben will, kann ab montag zugreifen. alternativ gibts das album “palumar” auch als CD. einige exemplare der scheibe werden sicherlich auch mit nach osteuropa fahren, wo “Klinke auf Cinch” ende oktober die clubs und gallerien unsicher machen. aber dazu morgen mehr. . .

EDIT 05/10/09:

bestellen ja, aber wo? hier: discomania.com, oder hier: deejay.de



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